Punk, Autonomie und DIY in Mexiko-Stadt # Punk, autonomía y DIY en la Ciudad de México

Punk, Autonomie und DIY in Mexiko-Stadt – ein Punk und Autonomer berichtet

Wann und Wo? Samstag 3.8. 2013 ab 19.30 Uhr
im Irving Zola Haus, Ohlauer Straße 12/Ecke Reichenberger Strasse, Nähe U-Bhf. Kottbusser Tor oder Görlitzer Bahnhof
(Veranstaltung findet in spanisch/deutsch statt)

Neoliberale Wirtschaftpolitik, die die Interessen großer Unternehmen erfüllt und große Teile der Bevölkerung ins Elend stürzt, ein blutiger Konflikt zwischen Drogenkartellen, die eng mit Politik und Polizei verbunden sind, harte staatliche Repression gegen soziale Bewegungen – Mexikos Gesellschaft steht seit Jahren vor einer Zerreißprobe. Doch in Mitten dieser Gesellschaft gibt es auch eine spannende und lebendige alternative politische und kulturelle Szene.

Chiwy, Punk und Autonomer aus Mexiko-Stadt, berichtet von den spannenden Erfahrungen, die er und sein Kollektiv in den letzten Jahren gemacht haben: Das Fanzine „Comunidad Punk“, die alternative Internetplattform „Espora.org“, das politische Info- und Kultur-Kollektiv „La Furia de las Calles“, das Wohn- und Freiraumprojekt „Z.A.M.“, das Freie-Software-Projekt „Hacklab Autónomo“ sowie das Öko-Projekt „Comunidad EcoPunk“. Inspiriert von den mexikanischen Anarchist_innen um Flores Magon, den indigenen Zapatistas, Punk und der Hacker-Philosophie, stand für sie dabei immer der Gedanke von Selbstverwaltung, Solidarität und DIY im Mittelpunkt.

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Punk, autonomía y DIY en la Ciudad de México – reporte de un activista punk autónomo

fecha y lugar: 3 de agosto de 2013 a las siete y media,
Centro Social „Irving Zola Haus“, Ohlauer Straße 12/Ecke Reichenberger Straße, Nähe U-Bhf. Kottbusser Tor oder Görlitzer Bahnhof
(charla en español y aleman)

La política neoliberal que defiende los intereses de las grandes empresas y que lleva a la población a la miseria, el sangriento conflicto entre los carteles de la droga que está directamente ligado a la política y la policía, la dura represión contra los movimientos sociales – la sociedad mexicana se encuentra desde hace años ante una crisis. Sin embargo, en medio de esta sociedad existe una escena política y cultural, dinámica y alternativa.

El punk y autónomo Chiwy, originario de la Ciudad de México, nos cuenta de las experiencias y proyectos de su colectivo: del fanzine “Comunidad Punk”, la plataforma digital alternativa “Espora.org”, el colectivo político de cultura e información “La Furia de las Calles”, el “Z.A.M.” – un espacio autónomo, cultural y comunitario auto-gestionado –, el proyecto de software libre “Hacklab Autónomo” y el proyecto ecologista “Comunidad EcoPunk”. Su activismo colectivo se basa en los principios de autogestión, solidaridad y DIY – inspirado por anarquistas mexicanxs al rededor de Flores Magón, el movimiento zapatista indígena, el punk y la filosofía hacker.

*Struggles in Italy: the crisis of social movements within the economic and political crisis of the State*

*13.July at 6 p.m. *

Italy has early on expressed a fairly strong reaction to the economic
crisis and its social consequences in the form of a broad social movement
and that it was the stage of what was probably the first European
mobilization targeting crisis-related austerity measures. Once the movement
faded out, failing to reach its goals, many of the issues and claims it
arose were partly transferred at the level of institutional politics and
contribute now to its crisis. This is made evident by the recent rise of
“Movimento 5 Stelle”, led by the ex-comedian Beppe Grillo. On the other
hand, another part of the issues stemming from the movement have animated,
and still do, an endless array of small conflicts and controversies
scattered through the territory, and fuel the general and diffuse rage
against the political system. Groups and apparatuses of the
“extraparlamentary left” systematically try to intercept and organize such
conflictuality through forms that always present themselves as new – where
the only thing changing is how they are labeled – and that hold on less and
less.

While we will argue that the recent social movement in Italy failed in
reaching its declared objective of creating an Italian version of the
“Occupy Movement”, remaining silent over the last year and a half of
austerity measures, we will attempt to root such failures in the same
contradictions that are now expressed by the crisis of representative
politics. Our general hypothesis is that both these crisis (the one of the
movement and the one of representative politics) are on one hand part of a
crisis affecting a specific way of integration of the working class
mediated by the State, and on the other side part of the crisis affecting
the petit-bourgeoisie and the middle classes. The both, in turn, are to be
understood within the crisis of global overaccumulation of capital.

As concluding remarks, we will try to evaluate to what extent a new social
movement might be stemming out of the most recent and vigorous struggles
occurring in several sites within the Italian territory. Some of them are
expressing a determination able to overcome the shortcoming strategies of
parties and trade unions, demonstrating the ability to achieve some
successes. To what extent these struggles – mainly led by migrant workers –
will help social movements to go beyond their mistakes is in our view a
fundamental political question that asks for an appropriate practical
answer.

Updates zur Situation im Irving Zola Haus

Das Zola-Haus ist kein statisches Ding, dass irgendwann von irgendwelchen Menschen eröffnet wurde, sondern es ist ein dynamisches Wesen, das sich verändert und an neue Situationen anpasst. Diese Situation ist im Frühling eine ganz andere geworden, als sie im Winter war.
Mehr und mehr wird das Zola-Haus von den Menschen, die im Refugee Strike House wohnen, genutzt und betreut. Dadurch haben sich die Öffnungszeiten geändert und das Refugee Cafè ist jetzt auch tagsüber offen. Es gibt Frühstück und fast täglich wird gekocht.
Daher ist jede Essensspende, ob containert oder gekauft, herzlich willkommen. Immer gebraucht wird Obst und Gemüse, Brot und Brötchen, Marmelade und Schokocreme, Zucker und Gewürze sowie Reis, Pasta und Hülsenfrüchte. Natürlich werden auch Messer, Bretter, Wasserkocher und sonstiges Kochzubehör benötigt.

Wir freuen uns auch immer wieder über neues Geschirr, da es hierbei eine große Fluktuation gibt. Das ist nicht verwunderlich, kommen doch die meisten Menschen mit nicht mehr an, als den Klamotten, die sie tragen.
Der Umsonstladen ist also an der richtigen Stelle. Wie früher auch sind aber alle Menschen eingeladen, hierhin zu kommen und Dinge vorbeizubringen, aufzuräumen oder sich ganz neu einzukleiden.

Nach wie vor gibt es im Refugee Strike House keine Duschen, doch das wird sich hoffentlich bald ändern. Am 05. Juli gibt es dazu ein Vorbreitungstreffen um 20:00 Uhr. Wenn ihr also Dinge habt, die mensch zum Duschenbau gebrauchen kann, bringt sie bitte bis zu diesem Tag zum Irving Zola Haus. Am 06. Juli geht’s dann um 12:00 Uhr los mit bauen. Jede_r mit Ahnung und/oder Interesse darf sich gerne einbringen.
Es wäre auch hilfreich, wenn Menschen mit Möglichkeiten eine Waschmaschine und gerne auch Waschmittel spenden können. Genauso brauchen wir Putzzeug, also Lappen, Wischer und Putzmittel.

Doch nicht nur zum Bauen und Kochen brauchen wir Hilfe. Wir freuen uns auch, wenn hier jemensch kulturelle oder informative Workshops oder Vorträge organisieren und durchführen will. Am besten ihr kommt vorbei, macht euch ein eigenes Bild von der Lage und bringt euch dort ein, wo ihr euch am Wohlsten fühlt.

Stimmungsbild in Büger*innenhand – warum das Meinungsbild verschwand!?“

Im Rahmen der Zweiten öffentlichen Veranstaltung zur zukünftigen Nutzung der ehemaligen Gerhard-Hauptmann-Schule haben wir uns entschlossen die Urne mit dem Stimmungsbild zu entwenden. Um so die Scheinbeteiligung zu verhindern und drückten mit diesem Akt zugleich die Solidarität mit dem Refugee Strike House, dem Frauenflügel sowie dem Irving Zola Haus aus.

Kurz vorweg, wir finden die Grundidee des Bezirkes eine Projektehaus zur Unterstützung kleiner Initiativen gut. Es liegt uns am Herzen dies mittels eines basisdemokratischen Prozesse zu entwickeln und den „Nutzungsmix“ von den Anwohnenden bestimmen zu lassen. Doch leider ist die Art und Weise, wie dies in der Reichenberger Str. 121 passieren sollte, alles andere als das, was wir unter einer „Anwohner_innenbeteiligung“ verstehen! (mehr…)

Offenes Kiez-Café am Sonntag, 28.04. (Open café on sunday)

Sonntag 28. April, ab 15 Uhr offenes Kiez-Café mit Kaffee,
Tee und Kuchen für alle Nachbar_innen und Interessierten (mehr…)